Hier findet Ihr wichtige Reiseinformationen für Schweden


Was in Schweden sonst so wichtig ist:

 

Die Höchstgeschwindigkeit für Wohnwagengespanne:

 

innerorts: 40 km/h

außerorts: 80 km/h

Schnellstrassen: 80 km/h

Autobahnen: 80 km/h

Wohnmobilfahrer halten sich an die Beschilderung.

 

 

Ladung: 

 

Überladene Wohnwagen/Wohnmobile können in Schweden sehr teuer werden, denn schon ab 1%- 20% werden 2000 skr fällig. Zu bedenken ist weiterhin das diese Werte nicht vom zulässigen Gesamtgewicht berechnet werden, sondern von der erlaubten  Zuladung. Hat man also z.B. eine Zuladung von 300 kg ist man bei 3 kg schon dabei. Es lohnt sich also, das Gewicht seines Gespanns gut im Auge zu behalten!

 

Die Promillegrenze liegt bei 0,2. Es ist also in Schweden wie eigentlich auch sonst überall: Don´t drink an drive!

 

 

Bußgelder:

 

Eine Geschwindigkeitsübertretung von 10km/h kostet schon stolze 226 Euro

Dass Überfahren einer roten Ampel schon 339 Euro

Fahren ohne Sicherheitsgurt 169 Euro 

Fahren ohne Licht 135 Euro

Missachtung der Vorfahrt 226 Euro 

Missachten eines Stoppschildes 282 Euro

 

 

Maut:

 

Diese Frage kommt gerne mal auf. Gebühren fallen natürlich auf der Öresundbrücke an. Das wird ja gleich bei Benutzung fällig. 

Die weiteren Straßen sind  frei. In Stockholm und Göteborg fällt jedoch eine City-Maut an. Diese variiert je nach Tageszeit. Die Mautbescheide kommen einige Wochen nach der Reise nach Hause. 

Tipp dazu: Bezahlt die Mautbescheide zügig.

Die Beträge sind klein, werden aber Mahngebühren fällig, liegt allein die Mahngebühr bei 50 Euro. 

 

 

Camping-Key Europe:

 

Die CKE- Karte ist auf vielen Campingplätzen ein MUSS. Da sie aber auch einige Vorteile für kleines Geld bietet, gehört sie schon zur Standardausrüstung. Sie kann z.B. für 12 Euro beim ADAC beantragt werden, ist dann 1 Jahr ab Ausstellungsdatum gültig. Also bitte vor Reiseantritt nochmal nachsehen.

 

 

Bestimmungen für die Mitnahme von Hunden:

 

D-Kennzeichnung mit Mikrochip

Tollwutimpfung

Dokumentation in Form eines Haustierpasses

Anmeldung beim Zoll

Gesundheitstests sind nicht vorgeschrieben, auch nicht die Impfung gegen Staupe und Leptospirose. Aber die Impfungen werden dennoch empfohlen.

https://visitsweden.de/hunde-und-andere-haustiere/

 

 

Zolleinfuhren

 

Alkohol:

Spirituosen über 22% bis zu 10 Liter

Starkwein/Dessertwein zwischen 15% und 22% bis zu 20 Liter

Wein zwischen 3,5% und 15% bis zu 90 Liter

Bier bis max. 3,5%  110 Liter

Tullverket

weitere Informationen findet Ihr im oben angegebenen Link.

 

Medikamente:

 

Medikamente die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen können nicht einfach so mitgenommen werden. Dazu braucht man eine Bescheinigung des Arztes, mit der geht man zum Gesundheitsamt und lässt sich eine Schengen-Bescheinigung ausstellen. Dann darf man die für den bescheinigten Zeitraum nötigen Medikamente mitnehmen. Kostenpunkt 15 Euro.

Tipp: Verlängert Eure Reise auf der Bescheinigung einige Tage. Dann habt Ihr auf jeden Fall noch eine kleine Notreserve an Medikamenten dabei. 

Auch hier der Link zum schwedischen Zoll:  

 

Tullverket 

 

Sprache: 

 

Natürlich ist es super wenn man Schwedisch lernen kann. Leider hat dazu nicht jeder die Möglichkeit oder Zeit. Mit Englisch kommt man jedoch sehr gut zurecht und gerade die etwas älteren Schweden sprechen häufig auch Deutsch. Nur Mut! Packt eurer Schulenglisch aus. Ihr werdet sehen: Man kommt gut zurecht.

 

 

Bezahlen:

 

Barzahlung ist in Schweden nicht sehr verbreitet. Auch kleine Beträge für Kaffee oder die Parkuhr werden mit Karte bezahlt. Das hat allerdings auch ein paar kleine Tücken. So wird z.B. die Maestro- Karte theoretisch überall genommen, dummerweise verarbeiten aber gerade ältere Lesegeräte diese Karten nicht zuverlässig. Leider kann man in solchen Fällen meist auch nicht mit Bargeld bezahlen, weil es vielerorts gar nicht mehr angenommen wird. Parkuhren nehmen übrigens keine Maestro-Karten. Es ist daher gut, wenn man eine Visa-Karte hat, damit gibt es keine Probleme, außer evtl. bei Parkuhren. Die nehmen zwar Visa, aber nur die mit einem Magnetstreifen. Neuere, die nur noch einen Chip haben, nehmen sie auch nicht.

 

 

Jedermannsrecht (Allemansrätt):

 

In Schweden gibt es das sogenannte Allemansrätt, das nicht offiziell verbriefte Jedermannsrecht, das bedeutet, dass Jedermann Zugang zur Natur haben soll und auch von den Früchten der Natur profitieren darf. Dieses überlieferte Recht, das in keinem Gesetzbuch zu finden ist, hat jedoch seine Grenzen, denn dieses Recht bedeutet auch, dass Jedermann die Natur respektieren muss, ihr keinen Schaden zufügen darf und dass Jedermann auch Privateigentum und Gesetze, die das Allemansrätt einschränken, respektieren muss.

 

Autos, Motorräder, Wohnmobile, Wohnwagen:

 

Die wichtigste Einschränkung des schwedischen Jedermannrechts betrifft bereits Fahrzeuge, denn für Autos, Motorräder, Wohnwagen und Wohnmobile gilt das Allemansrätt nicht. Diese Fahrzeuge oder auch der Wohnwagen dürfen nur an offiziell markierten Stellen gemäß Straßenverkehrsordnung benutzt werden und auch nur an den entsprechenden Stellen geparkt werden. Wer daher mit dem Auto unterwegs ist, kann sein Auto an einem offiziellen Parkplatz stehen lassen und sich dann zu Fuß auf die Suche nach einem Zeltplatz machen, nicht aber sein Auto oder Motorrad irgendwo im Wald oder am Strand neben seinem Zelt parken. Das Schlafen in Wohnmobilen an Parkplätzen und Rastplätzen ist in fast ganz Schweden verboten und wird von einigen Städten lediglich toleriert. Das Gesetz macht hier einen Unterschied zwischen "Parken" und "Campen".

 

Naturschutz

 

Die Grundregel des Jedermannrechts bedeutet auch die Natur in vollem Umfang zu schützen. Es ist daher verboten Neupflanzungen zu beschreiten oder dort zu zelten. Während das Pflücken von Beeren erlaubt ist, ist es verboten die Pflanzen abzureißen oder mitzunehmen. Es dürfen auch keine Äste abgebrochen werden oder Eicheln, Nüsse oder Kastanien vom Baum gepflückt werden, denn das Allemansrätt sagt nur, dass man sich in der Natur bewegen darf, Beeren essen darf und dort jeweils für eine Nacht (in Ausnahmefällen zwei Nächte) ein Zelt aufstellen darf.

 

 

Abfall

 

Abfall darf in keinem Fall in der Natur gelassen werden, sondern muss bis zur nächsten öffentlichen Mülltonne oder der entsprechenden Abfallsammlung mitgenommen werden, was eigentlich eine Selbverständlichkeit sein sollte, da man sich bei der Nutzung des Jedermannsrechts immer auf privatem Grund befindet.

 

 

Feuer in der Natur

 

Feuer darf in der freien Natur nicht ohne Genehmigung entfacht werden. In Schweden findet man jedoch an den meisten Seen, Teichen oder Picknickgebieten gesicherte Feuerstellen, die von Jedermann benutzt werden dürfen. Es ist dabei selbstverständlich, dass ein Feuer nach Gebrauch auch wieder vollständig gelöscht wird.

 

 

Diese Auflistung ist natürlich ohne Gewähr und weil sich Bestimmungen auch ganz gerne mal ändern, ist es immer ratsam sich vor Reiseantritt direkt auf den offiziellen Seiten nochmals zu informieren. Habt Ihr weitere wichtige Sachen, die wir hier vergessen haben, meldet Euch bitte.